• alamertz

Basiswissen - Reisemobilkauf

Aktualisiert: Juli 21


Du bist neu im Campingkosmos und suchst nach dem richtigen Campinggefährt? Da es mittlerweile viele verschiedene Varianten und Möglichkeiten des mobilen Reisens gibt und man dabei auch mal schnell durcheinanderkommen kann, klärt unser Verkäuferteam euch heute auf!

Beginnen wir mit den derzeit sehr beliebten Campingbussen.



Die Kompakten: Campingbusse/Kastenwagen

Campingbusse sind sehr wendig und basieren auf der Original-Karosserie eines Transporters mit Schiebetür. Durch ihre geringeren Abmessungen sind sie alltagstauglicher als andere Reisemobile. Hecktüren erlauben die Mitnahme auch von sperrigem Gepäck, wie Tisch, Stühle oder Grill.

Bei den Campingbussen unterscheidet man zwischen den kompakten Campervans in Bulli-Größe und den ausgebauten Kastenwagen mit Bad.

Kompakte Campingbusse wie beispielsweise ein Pössl Campster, mit einem Citroen Spacetourer als Basisfahrzeug, gehören zu den wendigsten Reisemobilen und sind perfekt geeignet für den Alltag aber auch für sämtliche Freizeitbeschäftigung.


Mit den handlichen Allroundern sind Städtetrips dank der kompakten Abmessung und Parkhaustauglichkeit genauso möglich wie ein Wochenende auf dem Campingplatz.

Das Bett verbirgt sich bei dieser Art von Campingbussen meistens im Dach des Fahrzeugs. Mit Hilfe des Aufstelldachs wird im Handumdrehen das Bett für die Nacht aufgestellt und ist über eine Leiter einfach begehbar.


Vorteile der Campingbusse:

Kompakt und wendig

Urlaubs- und alltagstauglich

Geeignet für Paare


Nachteile der Campingbusse:

Eingeschränkte Stehhöhe

Eingeschränkter Stauraum

Keine feste Toilette



Ähnlich wie die Campingbusse sind die ausgebauten Kastenwagen auf Basis eines Transporters mit Schiebetür und großer Heckflügeltür. Allerdings bieten die Kastenwagen mehr Raum und Komfort. Eine durchgehende Stehhöhe und eine abschließbare Nasszelle sind Standard.

Das macht ihn aber auch gleich etwas länger als einen kompakten Campingbus, denn ausgebaute Kastenwagen, sehr häufig auf einem Fiat Ducato oder einem Citroen Jumper basierend, starten ab 5,40 Metern Länge. Je nach Modell kann man von zwei bis vier Schlafplätzen sprechen.


Vorteile der Kastenwagen:

Stehhöhe im gesamten Aufbau

Geeignet für 2-4 Personen

Integrierte Nasszelle

Geeignet für Einsteiger


Nachteile der Kastenwagen:

Für Familien eher ungeeignet



Der Klassiker: Alkovenwohnmobil

Das Alkovenmobil ist leicht an der weit vorgewölbten Nase über dem Fahrerhaus zu erkennen. In dieser Nische, dem sogenannten Alkoven, verbirgt sich ein festes Bett. Fest bedeutet bei einem Wohnmobilbett, dass es nicht aus einer Sitzgruppe umgebaut werden muss. Somit ist es DAS typische Familienmodell.


Neben dem Bett im Dachgeschoss hat ein Alkoven oft noch weitere feste Betten. Für die Anzahl an Mitreisenden ist in dieser Art von Reisemobil das Thema Stauraum meist kein Problem: Neben Kleider- und Hängeschränken hilft eine Heckgarage für diverse sperriger Gegenstände.


Alkovenmobile haben eine wuchtige Erscheinung und sind nicht gerade windschnittig. Die markante Form führt während der Fahrt zu mehr Luftwiderstand und somit zu einem erhöhten Kraftstoffverbrauch.


Die Vorteile eines Alkovens:

Viel Platz

Perfekt für Familien


Nachteile eines Alkovens:

Hoher Kraftstoffverbrauch aufgrund der Form

Erschwerter Alkoven-Einstieg




Der Teilintegrierte

Eine Alternative zum Alkoven ist der Teilintegrierte. Der Name dieser Bauweise kommt daher, dass das Original-Fahrerhaus teilweise in den Wohnbereich eingebunden ist. Die Fahrersitze können, wie bei Campingbussen, um 180 Grad gedreht werden und somit in die Sitzgruppe integriert werden.


Die Schlafmöglichkeiten sind im Vergleich zum Alkovenmobil jedoch begrenzt – Liegeflächen befinden sich in der Regel im Heck oder als Hubbett über dem Wohnbereich. Auch eine Sitzgruppe kann gelegentlich noch zum Schlafplatz umgebaut werden. Somit ist Platz für Paare oder kleinere Familien vorhanden.


Teilintegrierte gibt es in zwei Ausführungen: mit und ohne Hubbett. Dieses Bett hängt tagsüber an der Decke und kann zum Schlafen abgesenkt werden – dann ist die Sitzgruppe darunter allerdings meist blockiert.


Im Gegensatz zum klassischen Alkoven ist der Teilintegrierte flach und niedrig. Dies führt zu einem tieferen Schwerpunkt, so dass sich das Fahrgefühl weniger von dem eines Pkws unterscheidet – und Sprit spart man auch.


Vorteile eines Teilintegrierten:

Geeignet für 2-4 Personen

Perfekt für Paare und kleine Familien

Angenehmes Fahrgefühl

Niedrigerer Kraftstoffverbrauch


Nachteile eines Teilintegrierten:

Nicht so wendig



Der Vollintegrierte

Auf den Teilintegrierten folgt der Vollintegrierte. Er zählt zu den Extravagantesten unter den Wohnmobilen. Er besticht durch eine eigenständige Bugmaske anstelle des Original-Fahrerhauses und eine riesige Frontscheibe, die auch im Inneren für Luftigkeit sorgt.


Integrierte sind zwar nicht unbedingt länger als Teilintegrierte, stehen jedoch für mehr Wohnkomfort. Das eigenständig gestaltete Fahrerhaus geht nahtlos in den Wohnbereich über, weshalb der Vollintegrierte besonders geräumig wirkt. Eine Fahrertür gibt es manchmal nur gegen Aufpreis, eine Beifahrertür nur sehr selten.


Integrierte verfügen über den Vordersitzen häufig über ein Hubbett und über weitere Schlafplätze im Heck. Doch das alles kostet Gewicht: Integrierte sind häufig schwerer als 3,5 Tonnen.

Alle, die nach 1999 den Führerschein erworben haben, brauchen dafür eine zusätzliche Fahrerlaubnis.

Was ihr mit welchem Führerschein fahren dürft, erfahrt ihr in unserem Blogpost über die jeweiligen Führerscheine.


Vorteile eines Vollintegrierten:

Sehr geräumig

Luxuriöses Interieur

Viel Stauraum


Nachteile eines Teilintegrierten:

Eingeschränkte Übersichtlichkeit

Gewicht (teilweise zusätzlicher Führerschein nötig)

Hochpreisig



Die Luxusliner

In der Oberklasse der Reisemobile dürfen Luxusliner nicht fehlen. Die technisch anspruchsvollen und schick eingerichteten Aufbauten basieren teils auf ausgewachsenen Lkw-Chassis. Das Fahrerhaus wird oft aufwendig auf das Niveau des Wohnraums angehoben.


Zur Vergrößerung des eh schon üppigen Platzangebots setzen manche zudem auf ein- und ausfahrbare Erker (Slide-Outs). Als wäre das nicht genug, sind bei Linern, wie dem Morelo Grand Empire, eine PKW-Garage im Heck integriert.


Vorteile eines Luxusliners:

An Komfort kaum zu überbieten

Platz für mehrere Personen

Viel Stauraum

Heck Garage für einen PKW


Nachteile eines Luxusliners:

Hoher Kraftstoffverbrauch

Unhandliche Abmessungen

Sehr teuer

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